 |
Abhängig?
Auch bei Ärzten und Ärztinnen treten Suchterkrankungen und die vielschichtig damit
verbundenen Probleme auf. Gegenüber anderen Berufsgruppen sind Ärzte sogar stärker
suchtgefährdet. Gründe dafür liegen in der starken Beanspruchung durch den Beruf mit
einer oft überdurchschnittlichen Arbeitsbelastung und dem Druck durch die hohe
Verantwortung, die der Arztberuf mit sich bringt.
Hilfe statt Strafe
Die Ärztekammer Hamburg hat seit einigen Jahren ein spezielles Interventions-programm für
suchtkranke Ärztinnen und Ärzte entwickelt. Im Mittelpunkt steht hierbei das Prinzip
"Hilfe statt Strafe":
- Die Ärztekammer Hamburg hilft süchtigen Ärztinnen und
Ärzten streng vertraulich! Bei Therapiewilligkeit und kooperativem Verhalten sichert die
Kammer zu, dass keine personenbezogenen Informationen an Dritte weiter gegeben werden.
- Sie unterstützt den Betroffenen bei der unverzüglichen
Aufnahme einer qualifizierten Entzugs- und Entwöhnungsbehandlung. Viele der Ärzte, die
bisher das Hilfsprogramm in Anspruch nahmen, wurden in der Oberbergklinik (Weserbergland)
behandelt. Sie hat sich auf Suchterkrankungen bei Ärzten und anderen akademischen Berufen
spezialisiert.
- Die Kammer informiert über mögliche Kostenerstattung und
hilft bei der Vermittlung einer Praxisvertretung.
- In der ambulanten Nachbetreuung organisiert und
koordiniert sie in enger Abstimmung mit der vorbehandelnden Klinik ein therapeutisches
Netz, das den Abstinenzerfolg sichern soll.
Weitere
Informationen zum Interventionsprogramm
der Ärztekammer Hamburg:
(Download
im Word-Format), (Download im PDF-Format)
Informationen zum Interventionsprogramm
in englischer Sprache:
(Download
im Word-Format), (Download im PDF-Format)
Hinweise zum Verfahren:
(Download
im Word-Format), (Download
im PDF-Format)
Betroffene, deren Angehörige,
Freunde oder Bekannte können sich in der Ärztekammer jederzeit vertrauensvoll wenden an:
Dr. med. Klaus Beelmann
Telefon: 040/ 20 22 99 110
Wer trotz allem den direkten Kontakt mit der Ärztekammer
scheut, kann sich direkt an weitere fachkompetente Kolleginnen und Kollegen wenden, u. a.:
Dipl.-Psych. Birgit Knuschke,
Telefon 0175/ 99 58 581
Dr. med. Robert Stracke, Leitender Arzt, Fachkrankenhaus Hansenbarg,
Telefon 04184 / 899 -121/122
Dr. med. Jochen Brack,
Telefon 040/ 64 30 844
Dipl.-Psych. PD Dirk Schwoon, Universitätskrankenhaus Eppendorf,
Telefon 040/ 42803 3228
Unter der Adresse
www.aerztegesundheit.de
gibt es weitere Informationen zum Thema.
Sie möchten diese
Seite drucken?
Ärzte
und Sucht (Dokument im Word-Format)
Ärzte
und Sucht (Dokument im PDF-Format)
|