blind.gif (43 bytes) blind.gif (43 bytes) blind.gif (43 bytes) blind.gif (43 bytes)
Ärztekammer HamburgÄrztekammer Hamburg
top_navi01.gif (2064 bytes)Die Kammertop_navi03.gif (1422 bytes)top_navi04.gif (1153 bytes)Kontakttop_navi06.gif (459 bytes)Pressetop_navi08.gif (402 bytes)Hometop_navi10.gif (1168 bytes)
blind.gif (43 bytes) blind.gif (43 bytes) blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Notfälle
media/blind.gif (43 bytes)
media/blind.gif (43 bytes) Arztsuche
 
blind.gif (43 bytes) Patienten-Service
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Veranstaltungen
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Ärztl. Weiterbildung
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Ärztl. Fortbildung
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Berufsrecht
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Service für Ärzte
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Med. Fachangestellte
Arzthelfer/innen
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Prävention
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) Ärzteblatt Online
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes)NewsArchiv
blind.gif (43 bytes) blind.gif (43 bytes) blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes)
blind.gif (43 bytes) News - Informationen aus der Pressestelleblind.gif (43 bytes)Zur Übersicht
blind.gif (43 bytes)

Kein Ende des Dilemmas in Fragen der Stammzellenforschung in Sicht
Ethikrat - und nun?
(30.11.2001)

Als “öffentliches Debakel” bezeichnete der Präsident der Ärztekammer Hamburg, Dr. Frank Ulrich Montgomery die jüngsten Turbulenzen um die Hamburger Krankenhausplanung. “Dieses Debakel ist das Ergebnis eines intransparenten Planungsverfahrens, das ohne die direkt Betroffenen durchgeführt wird”, bewertete der Ärztepräsident die aktuelle Situation. Montgomery forderte, nun endlich auch die Ärztekammer an der Krankenhausplanung zu beteiligen. “Den oft maßlosen Forderungen der Krankenkassen, die die Hamburger Krankenhäuser seit Jahren
kaputtsparen wollen, kann man nur mit Kompetenz und Sachverstand begegnen. Dazu braucht man die Ärzte mit am Tisch”, sagte Montgomery.

Kritik am parlamentarischen Vorgehen in Fragen der Stammzellenforschung übte der Präsident der Ärztekammer Hamburg Dr. Frank Ulrich Montgomery. Die mehrheitliche Entscheidung des ‚Nationalen Ethikrates‘, den Import embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken unter bestimmten Voraussetzungen zu befürworten, habe die öffentliche ethische Debatte keinen Schritt weiter gebracht, sagte Montgomery am Freitag in Hamburg.

Der Nationale Ethikrat, der von Bundeskanzler Gerhard Schröder eingesetzt worden war, votierte mit 14 : 8 Stimmern für die Erlaubnis zum Stammzellenimport. Diese Entscheidung steht jedoch im Widerspruch zum mehrheitlichen Beschluss der ‚Enquetekommission Recht und Ethik der Modernen Medizin‘. Die Kommission, die vom Deutschen Bundestag eingesetzt wurde, um parlamentarische Entscheidungen inhaltlich vorzubereiten, hatte sich zuvor mit 26 : 12 Stimmen gegen den Import embryonaler Stammzellen ausgesprochen.

In einem Kommentar für die Dezemberausgabe des Hamburger Ärzteblattes kritisierte Montgomery den gegenwärtigen Umgang mit dem ethischen Problemkreis. „Die Abstimmungsverhältnisse und die unterschiedlichen Mehrheitsergebnisse zeigen ein fundamentales Problem ethischer Debatten", heißt es in dem Text. „Entscheidungen lassen sich hier nicht mit knappen parlamentarischen Mehrheiten fällen und schon gar nicht delegieren."

Montgomery stellt für ethisch richtungsweisende Entscheidungen die Sinnhaftigkeit von Mehrheitsvoten speziell eingesetzter Gremien wie des Nationalen Ethikrates in Frage. Es dürfe hier keine knappen, unklaren Abstimmungsergebnisse in geben, so der oberste Repräsentant der Hamburger Ärzteschaft. Vielmehr müsse um diese Fragen gerungen werden, bis Gesetzentwürfe und parlamentarische Resolutionen auf dem Tisch lägen, die fast einstimmig verabschiedet werden könnten.

„Eine weitere Profanisierung der Ethikdebatte durch die Befassung untergeordneter Gremien produziert nur weitere Beliebigkeit", beklagt der Hamburger Ärztepräsident. Ein solches Ausweichen vor den grundlegenden Fragen helfe niemandem bei der Entscheidung. Montgomery: „Es leistet nur einem utilitaristischen Verständnis von Ethik Vorschub, bei dem am Ende (knappe?) Mehrheiten reichen und ‚der Zweck alle Mittel heiligt‘."

__________________________

Pressestelle der Ärztekammer Hamburg
Tel.: 040/22 802 434
verantwortlich: Wolfram Scharenberg


(30.11.2001)
blind.gif (43 bytes) blind.gif (43 bytes) Zur Übersicht