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Ärztekammerpräsident zur Wahl Stillstand vermeiden
(19.9.2005)
Dr. Michael Reusch, Präsident der Ärztekammer Hamburg, fordert die Parteien dazu auf, möglichst rasch eine tragfähige Regierungskoalition zu bilden: „Die Politiker müssen jetzt über ihren Schatten springen und Differenzen überwinden. Gerade in der Gesundheitspolitik können wir uns keinen Stillstand mehr leisten.“ Das Wahlergebnis zeige die tiefe Verunsicherung in der Bevölkerung hinsichtlich des Reformprozesses. Diesem müssten sich die Parteien jetzt offensiv stellen, betont der Kammerpräsident.
„Oberste Priorität – unabhängig davon, wer die Regierung stellt – muss die Entwicklung eines schlüssigen Konzeptes für ein zukunftsfähiges Finanzierungssystem haben“, so Reusch. „Die Menschen werden älter, die medizinische Versorgung immer besser aber auch kostenintensiver. Für diese Entwicklung sind in den vergangenen sieben Jahren keine Lösungen gefunden worden.“ Reusch hält darüber hinaus soziale Korrekturen an der Gesundheitsreform für zwingend erforderlich. „Vor allem chronisch Kranke und sozial Schwache werden durch Praxisgebühr, hohe Zuzahlungen und den Wegfall der Erstattungsfähigkeit vieler Medikamente zu stark belastet“, so Reusch.
Pressestelle der Ärztekammer Hamburg
Telefon: 040/ 22 802 -434/-726
verantwortlich: Harald Kother
(19.9.2005) |
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