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Reusch fordert Zugeständnisse von Arbeitgebern
Endlich konstruktiv verhandeln
(12.12.2005)

Anlässlich der Ärztestreiks am 13.12.2005 fordert Dr. Michael Reusch, Präsident der Ärztekammer Hamburg, die Arbeitgeber der Krankenhäuser dazu auf, die Forderungen der Klinikärzte Ernst zu nehmen. „Die Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern gehören mittlerweile zu den schlechtesten in Westeuropa“, so Reusch. „Kein Wunder, dass immer mehr junge Ärztinnen und Ärzte ihre Koffer packen und ins Ausland abwandern.“ Auch beim Gehalt müssten die Klinikbetreiber nachbessern. „Das durchschnittliche reale Einkommen der Klinikärzte ist in den vergangenen Jahren gesunken – und das vor dem Hintergrund Millionen unbezahlter Überstunden.“

Notwendig seien jetzt konstruktive Verhandlungen und vernünftige Angebote der Arbeitgeber, betont Reusch. Es könne nicht sein, dass der Spardruck immer nur nach unten durchgereicht werde. Keine Klinik könne sich auf Dauer unterbezahlte und überlastete Mitarbeiter leisten. Deshalb sollten sich auch die Arbeitgeber endlich im Sinne von Angestellten und Patienten für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen, anstatt Streikaktionen zu torpedieren.

Pressestelle der Ärztekammer Hamburg
Telefon: 040/ 22 802 -434/-726
verantwortlich: Harald Kother


(12.12.2005)
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