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Appell der Kammerversammlung an Ole von Beust Diese Reform stoppen!
(31.10.2006)
Auf der gestrigen Kammerversammlung der Ärztekammer Hamburg verabschiedeten die Mitglieder einstimmig eine Resolution zur Gesundheitsreform, in der sie noch einmal eindringlich an den Ersten Bürgermeister Ole von Beust, die entsprechenden Vertreter der Gremien auf Landesebene und an die Hamburger Bundestagsabge-ordneten appellieren, die Gesundheitsreform in vorliegender Form zu stoppen und in wesentlichen Punkten noch einmal zu überarbeiten.
„Die Reform bedeutet – entgegen den Verlautbarungen der Großen Koalition – bereits ab 2007 eine erhebliche Mehrbelastung für jeden einzelnen Bürger bei einer sich ins-gesamt verschlechternden Versorgungssituation“, sagte Dr. Michael Reusch, Präsident der Ärztekammer Hamburg. In Anlehnung an den Forderungskatalog des Hamburger Bündnisses „Für Vielfalt – gegen Staatsmedizin“ fordern die Mitglieder der Kammer-versammlung Hamburg deshalb unter anderem:
1.) den Erhalt und die Weiterentwicklung der durch die Reform bedrohten regionalen Kompetenzen (Krankenkassen, KVen, Krankenhäuser) für eine bedarfsgerechte Steuerung der Versorgung,
2.) eine staatliche Bevormundungsmedizin auf Kosten der Patienten und zu Lasten der Ärzte zu verhindern, hierunter fallen insbesondere die Festsetzung des Beitrags durch die Regierung anstelle der Krankenkassen sowie die staatliche Einflussnahme auf die Organe der Selbstverwaltung z. B. den Gemeinsamen Bundesausschuss,
3.) den Erhalt der Vollversicherung in der privaten Krankenversicherung (PKV) als wichtige Säule der Finanzierung im ambulanten und stationären Bereich,
4.) den Erhalt der PKV-Gebührenordnung als eigenständige Abrechnungsgrundlage ärztlicher Leistungen zur Stärkung des Wettbewerbs im Gesundheitswesen.
Pressestelle der Ärztekammer Hamburg
Telefon: 040 / 22 802 -434
verantwortlich: Nicola Timpe
(31.10.2006) |
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