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Montgomery für verbindliche Vorsorgen Hinsehen kann Kinder schützen
(27.3.2009)
In der anhaltenden Diskussion über verbindliche Vorsorgeuntersuchungen plädiert Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Ärztekammer Hamburg für Taten: „Die Tatsachen liegen auf dem Tisch, jetzt müssen die Politiker endlich handeln.“ Die Ärztekammer hat bereits vor einem Jahr gefordert, das Modell aus Schleswig-Holstein zu übernehmen. Dort sind Vorsorgeuntersuchungen U4 bis U9 verpflichtend. Eine beim Landesamt für Soziale Dienste angesiedelte Zentrale erinnert Eltern an die jeweiligen Untersuchungen. Ärztinnen und Ärzte dokumentieren den erfolgten Be-such in der Praxis mit einer Mitteilung an die Behörde. Stellen die Eltern ihr Kind auch nach mehrmaliger Erinnerung keinem Arzt vor, ergreifen sie entsprechende Maßnahmen.
Zwar sei es leider eine Illusion zu glauben, dass man dadurch Vernachlässigung von Kindern in jedem Fall verhindern könne, aber diese Verbindlichkeit sei ein wichtiger Schritt. „Denn häufig bringen gerade die Eltern ihre Kinder nicht zu den Untersuchungen, wo Hilfe nötig ist“, so Montgomery. Die Ärzteschaft wolle die Politik gerne darin unterstützen.
Dass aber ein Kind stirbt, obwohl die Mutter unter behördlicher Betreuung steht, ist ein Skandal, der aber auch zu Konsequenzen führen muss.
„Alle, die mit Kindern zu tun haben, müssen in der Fürsorge ko-operieren. Wenn dadurch nur einem Kind aus seiner Not geholfen werden kann, ist das schon ein Segen“, meint Montgomery.
Pressestelle der Ärztekammer Hamburg
Telefon: 040/ 20 22 99 200
verantwortlich: Sandra Wilsdorf
(27.3.2009) |
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